00:00:00: Antenne Gott und die Welt, der Podcast.
00:00:04: Ruhe trotz Geräuschen!
00:00:06: Wie gelingt es ihnen eigentlich zur Ruhe zu kommen?
00:00:09: Oder gelingt das ihnen überhaupt noch?
00:00:11: Ich habe das Gefühl dass wir in einer Zeit leben in der es kaum noch Ruhe gibt sei es die Baustelle von meinem Bürofenster, der Wecker am Handy der mich an meinen Reifenwechseltermin erinnert oder auch einfach das Stimmengewirr an öffentlichen Plätzen.
00:00:24: so richtig ruhig ist es selten Und ich persönlich merke, dass mir das manchmal ganz schön an die Substanz geht.
00:00:31: Ich habe deshalb begonnen wie Ruheplätze zu suchen.
00:00:34: Fündig bin ich im Wald geworden!
00:00:36: Klar dort zwitschern die Vögel es rauscht der Wind durch die Blätter der Bäume und der kleine Bach plätschert auch nicht lautlos.
00:00:43: aber dennoch sind das Geräusche die Ruhe in mir auslösen... ...und danach sehne ich mich ehrlich gesagt immer öfter.
00:00:50: Nicht nach Stille sondern einfach nach Ruhe.
00:01:07: Den Konsum wie früher.
00:01:09: Manchmal würde ich gerne die Zeit zurückdrehen und Nachrichten wieder so wie früher konsumieren.
00:01:13: Meine Oma ist hier für mich das beste Beispiel!
00:01:16: Sie hat die neuesten News immer erst dann erfahren, wenn die Infos bei den zwanzig Uhr Nachrichten im Fernsehen zu sehen waren, etwas darüber am nächsten Morgen in der Zeitung stand oder zwischen zwei Schlaganummern im Radio davon berichtet wurde – Und ich?
00:01:29: Ich bekomme täglich Push-Nachrichten aufs Handy, Hemmere, Minus aus der ganzen Welt bei jedem Blick auf Social Media in mein Hirn und bin innerlich auf Dauerspannung weil ihr gefühlt immer etwas passiert.
00:01:41: Das stimmt ja auch nur muss ich mir realistisch betrachtet eingestehen dass nicht alles davon wirklich wichtig ist für mich.
00:01:48: Informiert zu sein ist unabdingbar aber ist es für mich wirklich relevant was in einem kleinen Dorf im Süden von Tasmanien passiert?
00:01:56: Und muss ich die dazugehörigen Kommentare auf Social Media auch wirklich alle lesen?
00:02:01: Wahrscheinlich nicht.
00:02:02: Medienkonsum wie früher tut es genauso, deshalb mache ich's jetzt so wie meine Oma – push nachrichten abschalten, Medien und Nachrichten gezielt konsumieren und zumindest von außen betrachtet ruhiger und zufriedener sein.
00:02:17: Bleibt es nichts tun!
00:02:26: Ich behaupte immer, dass ich Profi im Nichtstun bin.
00:02:29: Während andere davon schwärmen sich in ihrer Freizeit ihrem Lieblingssport zu widmen das Haus oder die Wohnung auf Vordermann zu bringen oder das ein- oder andere Einkaufszentrum zu besuchen mache ich in meiner Freizeitung am allerliebsten nichts.
00:02:43: Doch leider stimmt es nicht ganz!
00:02:45: Immer wieder kommt mir dabei mein Handy und damit einhergehend Social Media in die Quere.
00:02:50: So kann es schon mal passieren, dass ich mir während des eigentlichen Nichtstons gefühlt hundert Instagram-Stories reinziehe und danach unzufrieden bin weil sich irgendwo gerade irgendjemand auf den Malediven sonnt, New York erkundet oder ein atemberaubendes Bergpanorama von einem Whirlpool ausgenießt.
00:03:07: Doch wie traurig ist das eigentlich?
00:03:09: Dass mich Bilder vom Leben meist fremder Menschen so unzufreden stimmen und mir mein geliebtes Nichtston verderben!
00:03:16: Damit ist nun Schluss.
00:03:17: Klar, dass nichts tun würde auf den Malediven bestimmt auch sehr gut funktionieren und trotzdem bin ich jetzt eben hier und nicht dort.
00:03:24: Und deshalb genieße ich es ab sofort wieder neidlos – hier und jetzt!
00:03:28: Sitzen, schauen und einfach nichts tun.
00:03:45: Buch versus Handy.
00:03:46: Immer öfter merke ich wie schlecht ich meinen eigenen Handiconsum unter Kontrolle habe.
00:03:51: Wenn ich zum Beispiel ein Buch lese in dem mein Begriff vorkommt mit dem mich nichts anfangen kann nehme ich mir die uns allen bekannte Suchmaschine zu Hilfe und somit mein Handy in die Hand.
00:04:00: Das wäre ja an sich kein Problem, nur leider lege ich das Handy ungefähr erst vierundzwanzig Minuten, siebzehn Instagram Reels, sechs WhatsApp Nachrichten und drei Facebook-Postings später wieder aus der Hand.
00:04:11: Manchmal habe ich den eigentlich gesuchten Begriff noch nicht mal nachgesehen weil man hier offenbar sofort in einen anderen Modus schaltet sobald ich eine der bekannten Apps öffne und den eigentlichen Grund der Händennutzung sofort vergesse.
00:04:24: Nun versuche ich immer öfter genau diese eigentlich sinnlose Handynutzung aus meinem Alltag zu verbannen.
00:04:29: Natürlich!
00:04:30: Manchmal ist es auch okay, einfach stupides Doom-Scrolling zu betreiben – trotzdem tut es mir und meinem Hirn sicher besser, einfach mal nur zu lesen ohne Handy, ohne Handy und ohne Instagram.
00:04:42: Nur ich mit meinem
00:04:49: Buch.